Nigeriabesuch Patricia Wyrwa

 

14.7.2018

Einblick in Patricias Reisetagebuch:

,,Schnelles Wiedersehen‘‘  - 12.7.18

Heute gibt es ,,typisch deutsches‘‘ Frühstück: die Schwestern haben Brötchen gebacken. Sie kümmern sich rührend um uns und wir sind ihnen sehr dankbar. Ich nutze meine freie Zeit, um mit Michael, dem kleinen Jungen auf dem vorherigen Foto, zu spielen. Wir genießen die Zeit zusammen: wir spielen Fußball und gehen spazieren. Er ist ein sehr aufgewecktes Kind, spricht heute schon mehr mit uns und lacht viel.

,,Kasaschule‘‘ - 13.7.18

Conny und ich besuchen eine Schule in Kasa, die von Schwestern geleitet wird. Diese Schule wird von 171 Schülerinnen und Schüler besucht. Es gibt Kindergartengruppen und Schulklassen. Wir werden ganz lieb begrüßt, machen einen Rundgang um das Schulgelände und schießen Fotos. Außerdem schauen wir uns die Klassenräume an und besuchen den Unterricht. Manche Klassen schreiben gerade noch Arbeiten. Die Lehrerinnen und Lehrer machen ihre Arbeit großartig und ich bin von dem Lernstand der Kinder begeistert. Die Kinder sind sehr aufgeschlossen und möchten, dass wir viele Fotos von ihnen schießen. Da sagen wir nicht nein! Wir haben Frisbees mitgebracht und erklären den Kindern das Spiel, was sich bei so einer Menge von Kindern als etwas schwierig gestaltet. Die Tatsache, dass die Kinder am liebsten alle als erstes werfen möchten, macht es auch nicht unbedingt einfacher. Wer hätte das gedacht! Jedoch haben wir Erfolg und die Kinder spielen das Bewegungsspiel problemlos in kleineren Gruppen. Anschließend bekommen wir einen nigerianischen Tanz zu sehen und dazu wird auf traditionellen Instrumenten gespielt. Ich finde es großartig! Parallel zu all dem Schulgeschehen bereiten sich die Kinder auf das kommende Schulfest vor: sie lernen Texte auswendig, üben das laute Vorlesen von Texten und lernen verschiedene Tanzchoreos. Conny und ich verteilen anschließend noch Süßigkeiten. Das haben sich die Kinder wirklich verdient! Als es Zeit ist zu gehen, können wir und die Kinder uns nur schwer voneinander trennen.

,,Joy‘‘  - 14.7.18

Michael ist heute auch wieder im Kloster… hatte ich erwähnt, dass seine Mutter im Kloster arbeitet und es hier üblich ist, dass die Kinder zum Arbeitsplatz mitgenommen werden? Wenn nicht, dann ist jetzt die Zeit! Joy, die Schwester von Michael, ist heute auch mitgekommen und wir verbringen die Zeit zusammen. Wir haben viel Spaß!

 

11.7.2018

Patricia stellt sich vor

Wir hatten es angekündigt und nun ist es soweit: mit Patricia ist in diesem Jahr eine junge Frau mit nach Nigeria gekommen, um hier einige Zeit zu verbringen. Angekommen am 9.7. wird sie zwei Monate möglichst viele Eindrücke sammeln, helfen wo sie kann und ja, auch die Verständigung zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Welten „Europa“ und „Afrika“ fördern. Schon nach den ersten Tagen lässt sich erkennen, dass diese Reise für alle Beteiligten ein großer Gewinn werden kann. Damit aber genug ÜBER Patricia – lassen wir sie lieber selbst zu Wort kommen! Sie hat nämlich angeboten, uns an ihrem Abenteuer teilhaben zu lassen. Wir hoffen, damit möglichst vielen Menschen tiefere Einblicke in das Leben in diesem Land mit seinen wundervollen Menschen gewähren zu können. In jedem Fall aber wird es unterhaltsam sein, diese Berichte zu lesen. Wir wünschen viel Spaß! Los geht’s:

Einblick in Patricias Reisetagebuch: 

Ich heiße Patricia Wyrwa und bin mit Conny Kirchhof in Nigeria, um mir die Projekte anzuschauen und tatkräftig zu unterstützen. Ich besuche drei Standorte: Garam, Ifetedo und Mgbele und werde euch auf die Reise mitnehmen. Zunächst bin ich eine Zeit lang in Garam.
 
Unsere Reise nach Nigeria startet am 09.07.2018. Wir treffen in Frankfurt an unserem Abreiseflughafen ein. Das Reisen mit dem vielen Gepäck gestaltet sich etwas schwierig. Conny sagt:,, Das ist wie Tetris spielen.'' Wo sie Recht hat! Von Frankfurt aus fliegen wir nach Abuja. Schwester Schola begrüßt uns liebevoll am Flughafen. Der erste Eindruck von Afrika: ein armes Land mit einer Trennung zwischen Modernität und Rückständigkeit. Die Menschen auf den Straßen am Flughafen unterscheiden sich enorm in Bezug auf ihre sozialen Verhältnisse. In Garam angekommen , begrüßen uns die Schwestern herzlich mit Gesang und Tanz. Ich fühle mich schnell willkommen. Dies wird eine aufregende Zeit!
 
Am nächsten Tag fahren wir mit Schwester Kelechi und Schwester Schola nach Abuja. Die Fahrt gestaltet sich etwas holprig, da wir teilweise über Straßen mit großen Schlaglöchern fahren. Die Kinder auf den Straßen winken uns zu. In Abuja essen wir gemeinsam. Die Gegend sieht vergleichsweise gehobener sowie gepflegter aus. Danach geht es für den Einkauf in einen Supermarkt, Eis für die Schwestern darf da nicht fehlen.  
 
Am 11.07. führt Conny Kirchhof mich um den Hof des Klosters. Er ist mit viel Liebe gestaltet. Auf unserem Rundgang treffen wir auf Michael -den kleinen Jungen auf dem Foto. Er ist zunächst etwas schüchtern, aber spielt gerne mit uns Ball und albert herum. Wir haben sein Herz gewonnen und er unseres!

der Start einer wundervollen Freundschaft ;)

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